Quelle: "Bibellesen mit Vision" – Rick Warren

Eines der bestgehüteten Geheimnisse der Christenheit ist die Existenz praktischer Hilfsmittel, die die Bibelwissenschaften für jedermann zugänglich machen. Die meisten Christen wissen nicht, dass uns heute zahllose hervorragende Nachschlagewerke zur Verfügung stehen, damit unser persönliches Bibelstudium spannend und gehaltvoll wird.
Damit ähneln sie einem Zimmermann, der sich daranmacht, ein Haus zu bauen, ohne zu wissen, dass ihm dazu Hammer und Säge zur Verfügung stehen!
Pastoren sollten Gemeindeglieder mit diesen Büchern vertraut machen, denn der Teufel hat seine Freude daran, ihre Verbreitung zu verhindern. Solange Satan die Christen davon abhalten kann, sich selbst mit der Bibel auseinanderzusetzen, hat er leichtes Spiel. Ein Christ, der sich nicht regelmäßig einmal pro Woche Zeit zum Bibelstudium nimmt, wird schwach sein, um den Versuchungen des Teufels zu widerstehen. Eine gute Möglichkeit für Pastoren, die Heiligen ganz praktisch „zum Dienst bereitzumachen“ (Epheser 4,12), besteht darin, den Menschen in ihrer Gemeinde diese Werkzeuge nahezubringen.

Der Sinn von Nachschlagewerken
Im amerikanischen wie im deutschen Sprachraum stehen uns eine Fülle hilfreicher Bücher zur Verfügung, die dazu gedacht sind, uns in unserem persönlichen Bibelstudium zu unterstützen. Wir können auf die neuesten archäologischen Funde, Wortstudien und Forschungsergebnisse großer Bibelforscher zurückgreifen. Diese Hilfsmittel sollen die Bibel natürlich nicht ersetzen, sondern uns vielmehr dabei helfen, die selbst zu erforschen. Sie sind die Werkzeuge, mit deren Hilfe wir die Bibel intensiver studieren können, und ihren Gebrauch kann man lernen. Zimmermänner brauchen Hammer und Säge. Maler brauchen Pinsel und Farbe. Klempner ihren Schraubenschlüssel. Genauso wird der engagierte Bibelleser die verfügbaren Hilfsmittel nutzen. Wer die Bibel systematisch studieren will, ohne gute Werkzeuge zu benutzen, wird seine Arbeit schwer und ermüdend finden.
Manche Christen zögern, Hilfsmittel zu gebrauchen, weil sie fürchten, sich zu sehr von ihnen abhängig zu machen. Einige sagen fromm: „Alles, was ich brauche, ist doch die Bibel!“
Das stimmt, aber die Bücher, die in diesem Abschnitt vorgeschlagen werden, sind dazu gedacht, Sie in die Bibel hineinzuführen. Sie sollten keine Hemmungen haben, solche Hilfsmittel zu gebrauchen, denn die meisten Nachschlagewerke sind das Ergebnis lebenslanger Arbeit hingegebener Nachfolger Gottes. Die Einsichten, die sie von Gott bekommen haben, können Ihr Bibelstudium enorm bereichern und Ihnen Informationen über Menschen, Orte und Ereignisse geben, die Sie in der Bibel allein nicht finden würden.


8 verschiedene Arten von Nachschlagewerken

In diesem Abschnitt werden wir nun acht verschiedene Arten von Nachschlagewerken betrachten, die wir für die Studienmethoden brauchen, die in diesem Buch präsentiert werden.

  1. Die Studienbibel
  2. Verschiedene neue Bibelübersetzungen
  3. Eine Konkordanz
  4. Ein Bibellexikon
  5. Eine Themenkonkordanz
  6. Handbuch zur Bibel
  7. Ein Begriffslexikon
  8. Kommentare

 

 


 

 

1. Die Studienbibel
Ihr erstes und wichtigstes Werkzeug ist eine gute Studienbibel. Einige Bibeln sind für das persönliche Bibelstudium besser geeignet als andere. Eine gute Studienbibel sollte in ausreichender Schriftgröße gedruckt sein, damit Sie längere Zeit darin lesen können, ohne durch die Überanstrengung Ihrer Augen Kopfschmerzen zu bekommen. Außerdem sollte das Papier dick genug sein, damit Sie Unterstreichungen machen können, ohne dass der Stift durch die Seite durchdrückt. Hilfreich sind auch breite Ränder für persönliche Anmerkungen. Schließlich sollte eine Studienbibel ein gutes System von Querverweisen haben (Sprachschlüssel).
Studienbibeln sind das Ergebnis langjähriger und tiefgehender Forschungen und man kann in ihnen eine Fülle von hilfreichem Material finden. Wenn Sie es sich leisten können, sollten Sie mehrere erwerben.
Heute bieten viele Bibeln Parallelstellen, ebenso einen mehr oder weniger ausführlichen Kartenteil und einen Anhang mit Sachworterklärungen und Angaben über Maßeinheiten und Orte. Außerdem gibt es Bibelausgaben mit vielen Abbildungen oder besondere Ausgaben wie Zusammenstellungen der Evangelien (Synopsen). Alle diese zusätzlichen Informationen sollten Sie gut nutzen, wenn Sie in Ihrer Bibel lesen. Studienbibeln mit ausführlichen Anmerkungen und Erklärungen, teilweise auch Einführungen in die einzelnen Bücher und Bibelstellen, gibt es für folgende Bibelübersetzungen:


Thompson Studienbibel – Luther Übersetzung

Die hervorragende Kombination von biblischem Text(Luther 84) und hilfreichen Anmerkungen ist eine gute Basisfür ein intensives Bibelstudium. Die zahlreichen Extras bietenein umfangreiches Bibelwissen und erschließen viele Zusammenhänge.
Die Thompson Studienbibel bietet: Register mit 7.000 Themen und Stichwörtern
- Farbigen Kartenteil
- Bibelstudienteil mit 1000 Seiten
- Parallelstellen und Verweissystem
- Herkunft, Entstehung und Aufbau der Bibel
-Tipps für Mitarbeiter
- Versanalyse u.v.m.

Genfer Studienbibel: Schlachter-Übersetzung

Diese Studienbibel enthält neben dem Schlachter-Bibeltext:
- ausführliche und praxisorientierte Erläuterungen
- 96 Kurzartikel zu zentralen biblischen und dogmatischen Themen
- zahlreiche Landkarten, Tabellen und Zeitafeln, passend in den Text integriert
- fundierte Einführungen zu jedem biblischen Buch und zu jedem Bibelteil
- komplettes Kreuzverweissystem, Verweise auf Parallelstellen, etc.
- eine Konkordanz


John Mc Arthur Studienbibel: Schlachter 2000 Übersetzung
Diese Bibel ist für Christen gedacht, die sich intensiv mit dem Wort Gottes beschäftigen wollen. Sie liefert zum einen ausführliche Informationen über die Entstehung der Bibel, zum anderen ausführliche Hintergrundinformationen zu den einzelnen Bibelbüchern ebenso wie viele Vergleichsstellenangaben. Des Weiteren finden wir DIREKT auf der Seite, wo der Text steht, umfangreiche Erklärungen zu den einzelnen Bibelstellen/Begriffen.

Gerade diese Erklärungen machen diese Bibel zu einer besonderen Bibel. Man braucht nicht ständig hin und herzublättern, um gewisse Begriffe/Bibelstellen erklärt zu bekommen. Was jedoch auch bedeutet, daß *die Lesbarkeit aufgrund der Tatsache, daß sich Seiten teilweise zu einem Drittel Text und zu zwei Dritteln Erklärungen aufbauen, für den Leser, die den gesamten Text schnell durchlesen möchten, etwas mühselig ist - was jedoch, wie ich oben beschrieben habe, auch seine Vorteile hat.
Ein Themenindex erleichtert dem Leser, bestimmte Bibelstellen zu bestimmten Themen zu finden.

Scofield „Studienbibel“
Diese Studienbibel, wenn man sie denn so nennen sollte, basiert darauf, daß sich die einzelnen Bibelstellen durch andere Bibelstellen (Kettenverzeichnisse) erklären (Die Bibel legt sich selbst durch erklärende Bibelstellen aus). Deshalb verzichtet diese Bibel auf umfangreiche Erklärungstexte, wie es die 3 zuvor beschriebenen Studienbibel tun.
Diese Bibel ist für Christen gedacht, die sich intensiv mit dem Wort Gottes beschäftigen wollen. Sie unterscheidet sich grundlegend von der McAthur Studienbibel.
Gerade diese Erklärungen machen diese Bibel zu einer besonderen Bibel. Man braucht nicht ständig hin und herzublättern, um gewisse Begriffe/Bibelstellen erklärt zu bekommen.
Die Übersetzung nach der Revidierten Elberfelder ist sehr wortgetreu am Urtext, dadurch aber auch schwierig zu verstehen. Es gibt Christen, für die kommt nichts anderes außer die Elberfelder Übersetzung in Frage, andere meiden diese. Letztendlich muß jeder Leser selbst wissen, welche Übersetzung(en) er sich kauft und welche er bevorzugt liest.
Wer gerne nach dem selbsterklärenden Kettensystem arbeitet, wird an dieser Bibel viel Freude haben. Wer jedoch daran interessiert ist, zusätzliche Informationen, die man nicht im Bibeltext findet, haben möchte, wird von dieser Bibel nicht etwas enttäuscht sein.

Neu: Die Begegnungen fürs Leben - Neues Testament – Neues Leben Übersetzung

Neben Informationen zu Hintergrund und Geschichte der Bibeltexte erklärt sie schwierige Wörter und Redewendungen und zeigt die wechselseitigen Beziehungen zwischen den biblischen Schriften auf. Zusätzlich zum dadurch vermittelten Verständnis für Bibelabschnitte hilft »Begegnung fürs Leben« in einzigartiger Weise, die zeitlose Wahrheit der Bibel zu entdecken und persönlich anzuwenden. Die Anmerkungen antworten auf die Fragen:
»Was bedeutet dieser Abschnitt tatsächlich?«
»Welche Bedeutung hat er für meinpersönliches Leben?«
»Warum scheint ein Teil der Bibel für die Gegenwart bedeutungslos zu sein?«
»Was haben diese Kulturen des Altertums mit der heutigen Zeit zu tun?«
»Ich liebe Gott. Warum kann ich dann nicht verstehen, was er mir durch sein Wort sagt?«
»Was ging im Leben dieser biblischen Personen eigentlich vor sich?«

Vertraute Bibeltexte gewinnen durch »Begegnung fürs Leben« neue Bedeutung. Diese Ausgabe enthält das Neue Testament in der »Neues Leben Bibelübersetzung«, mit der Bibeltexte in erfrischender Klarheit vermittelt werden. "Begegnung fürs Leben" ist im wahrsten Sinne eine "Lebensbibel", die herausfordert, im Alltag ein- und umgesetzt zu werden. Mit klar strukturierter Einleitung, in der die wesentlichen Fakten zusammengestellt sind Zusammenschau der Evangelien, die es in jedem der vier Evangelien ermöglicht, die Ereignisse zeitlich im Leben von Jesus einzuordnen. Biblische Personen werden in Profilen vorgestellt, die nahe bei den Textenstehen, in denen die Person vorkommt.


2. Verschiedene neue Übersetzungen
In den vergangen 50 Jahren sind viele Übersetzungen in neuerer Sprache entstanden. Jede Übersetzunge hat gewisse Schwächen, leistet aber dennoch Ihren einzigartigen Beitrag zum besseren Verständnis der biblischen Texte. Viele Menschen, die früher nichts mit der Bibel anfangen konnten, haben durch die modernen Übersetzungen einen neuen Bezug dazu finden können. Am größten ist der Nutzen, wenn man sie miteinander vergleicht und auf Unterschiede achtet. Dadurch kann man das breite Bedeutungsspektrum ausloten, das manche Wörter mitbringen.
Neben den Übersetzungen sind in letzter Zeit noch einige Bibelübertragungen entstanden. Während eine Übersetzung eher wörtlich vorgeht, überträgt eine Übertragung freier. Darin liegen große Chancen zum tieferen Verständnis, aber es fließen auch viele Interpretationen des Verfassers ein. Die meisten Übersetzungen eignen sich wunderbar zur eigenen Andacht, aber für das Forschen in der Bibel, das wir in diesem Buch vorstellen, eignen sie sich nicht so gut wie die textgenaueren Übersetzungen.
Die „klassische“ deutsche Übersetzunge ist die von Martin Luther 1984 noch einmal gründlich revidiert und dann dem modernen Menschen zugänglich gemacht wurde. Daneben gibt es seit dem 19. Jahrhundert die „Elberfelder Übersetzung“, die sich vor allem der wörtlichen Wiedergabe des Grundtextes verpflichtet weiß und daher besonders geeignet ist, will man einzelnen Wörtern und Formulierungen nachgehen. Die „Einheitsübersetzung“ ist ein Projekt der Katholischen und Evangelistischen Kirchen in Deutschland und weist ebenso eine hohe Genauigkeit im Text auf.
Daneben gibt es seit einigern Jahren mehrere hervorragende moderne Übersetzungen, die den biblischen Text freier in unsere heutige Sprache übertragen. Darunter sind besonders die „Gute Nachricht“ zu nennen (vor allem nach der Revision) und die „Hoffnung für alle“, die in ihrem Ansatz teilweise in Richtung „Übertragung“ tendiert. Ein weiteres viel versprechendes Projekt ist das der „Neuen Genfer Übersetzung“, das in Teilen des Neuen Testaments bereits veröffentlicht ist und eine Mischung zwischen Textgenauigkeit und moderner Verständlichkeit bietet.

Andere Übertragungen sind die jüngst erschiene „Neues Leben“-Übersetzung oder die nicht unumstrittene „Volxsbibel“. Diese bietet des Neue Testament in einer sehr jungen Sprache und mit vielen modernen Übertragungen und Begriffen.

Für jede Übersetzung gilt: Legen Sie sich mindestens eine andere daneben, am besten eine eher wortgenaue neben eine eher umgangssprachliche, so umgehen Sie die Einseitigkeiten, die jeder Übersetzungsansatz zwangsläufig mit sich bringt.


3. Eine Konkordanz
Zu vielen Bibelübersetzungen gibt es Konkordanzen. Das sind alphabetische Verzeichnisse von in der Bibel verwendeten Wörtern mit jeweiligen Stellenangaben oder auch ausgeschriebenen Bibelstellen. Eine Konkordanz hilft Ihnen dabei, auf einfache Weise viele Parallelstellen zu einem Thema zu finden und darüber hinaus die Bedeutung von Wörtern durch den Vergleich mit ihrer weiteren Verwendung in der Bibel genau bestimmen zu können.
Dieses Hilfsmittel ist neben einer Studienbibel bei Weitem das Wichtigste von allen. Mit Ausnahme von zwei Zugängen werden bei allen Methoden in diesem Buch Konkordanzen verwendet. Erwerben Sie sich eine für die Übersetzung, mit der Sie vorwiegend arbeiten.
Zur „Lutherbibel“ gibt es beispielsweise die „Bibel von A-Z. Wortkonkordanz zur Lutherbibel 1984“ mit 5.000 Stichwörtern, und daneben die „Große Konkordanz zur Lutherbibel“ mit 10.000 Stichwörtern.
Im Zeitalter von Computer und Internet lohnt es sich, darüber nachzudenken, sich einige Bücher in digitaler Form anzuschaffen. Vor allem Konkordanzen lassen sich digital sehr praktisch verwenden: statt des vielen Blätterns klickt man sich vom Suchbegriff oder der Ausgangstextstelle direkt zu den Versangaben durch, und das auch in verschiedenen Übersetzungen und Sprachen. Halten Sie ebenfalls nach den so genannten Smart-Card-Bibelversionen in Scheckkartenformat Ausschau, die es für weniger als zehn Euro jeweils zu verschiedenen deutschen Übersetzungen zu kaufen gibt. Wenn Sie digitale Bibelübersetzungen erwerben, ist die Suchfunktion inbegriffen und ersetzt eine gesonderte Konkordanz. Darüber hinaus können Sie heute im Internet auch Websites mit entsprechendem Suchprogramm besuchen, wie beispielsweise www.bibelserver.com


4. Ein Bibellexikon
Unabdingbar und sehr lohnend für Ihr persönliches Bibellesen ist ein Bibellexikon. Hier werden unter den alphabetisch geordneten Artikeln zur biblischen Stichwörtern(Begriffe, Themen, Personen, Orte, Bräuche, Bibelwörter) wertvolle Hintergrundinformationen zusammengestellt, oft begleitet von zahlreichen Abbildungen und Karten.
Im deutschen Sprachraum liegen u.a. drei hervorragende Bibellexika vor:

• Fritz Rienecker/Gerhard Maier: „Lexikon zur Bibel“, Neuauflage: R. Brockhaus, Wuppertal 1994.
• „Großes Bibellexikon“ hrsg. von H. Burkhardt u.a., verschiedene Auflagen, meist mehrbändig, R. Brockhaus Verlag/Brunnen Verlag, Wuppertal/Gießen.


Um ein Stichwort zu recherchieren, können Sie auch die Sachregister mancher Bibeln oder Handbücher zu Hilfe nehmen. Ein ausführliches Sachregister findet sich z. B. im „Studienbuch AT/NT“ ( siehe unter 6.“Handbücher“).
Wenn Sie in eine Bibliothek gehen, können Sie auch in „Theologische Real-Enzyklopädie“ (=TRE) oder „Reallexikon für Geschichte und Gegenwart“ (RGG) nachschlagen. (Achtung: Die dort enthaltenen Artikel können sehr ausführlich und akademisch sein!)

5. Eine Themenkonkordanz
Diese Art von Nachschlagewerken ähnelt einer normalen Konkordanz, mit dem Unterschied, dass sie die Bibelstellen anhand von Thematischen Stichwörtern verzeichnet anstatt anhand von wörtlichen Suchbegriffen. Das kann beim Bibellesen sehr hilfreich sein, denn viele Verse handeln ein Thema ab, ohne es ausdrücklich zu benennen. Wenn Sie zum Beispiel unter dem Stichwort „Dreieinigkeit“ nachschlagen, werden Sie in einer Themenkonkordanz wahrscheinlich fündig werden, obwohl das Wort als solches überhaupt nicht in der Bibel vorkommt. Dahingegen ist eine Themenkonkordanz nicht so ausführlich wie eine normale Konkordanz.
Im deutschsprachigen Raum ist diese Literaturgattung nicht so weit verbreitet wie im englischsprachige Raum. Ein paar deutschsprachige Bücher, die sich diesem Bereich zuordnen lassen bzw. aus dem Englischen übersetzt sind:

• „Leuchtfeuer“(Gute Nachricht Themenbibel), Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
• Walter A. Elwell: “Die große Themenkonkordanz zur Bibel“, Hänssler Verlag, Neuhausen.
• „Themenkonkordanz“, CLV, Dillenburg.
• H.L. Wilmington:“Begriffskonkordanz“, 2 Bände, CLV,Dillenburg.
• Warren W. Wiersbe:“Konkordanz biblischer Bilder“, CLV, Dillenburg.


6. Handbuch zur Bibel
Dieses Hilfsmittel ist eine Mischung aus Bibellexikon und Kommentar in knapper Form. Es eignet sich besonders gut dazu, kurz die Hintergründe zu einem biblischen Buch nachzuschlagen. Handbücher sind nicht alphabetisch konzipier, sondern orientieren sich an der Reihenfolge der biblischen Bücher. Sie informieren über den Hintergrund jedes Buches, beinhalten Karten, Tabellen und archäologische Anmerkungen und kommentieren knapp den Inhalt. Ein paar Vorschläge für den deutschsprachigen Bereich:

• „Das große Handbuch zur Bibel“, R. Brockhaus, Wuppertal, 2001.
• Walter Elwell/Robert Yarbough: “Studienbuch Neues Testament“, R. Brockhaus, Haan, 2001.
• „Ungers großes Bibelhandbuch“, CLV, Dillenburg.


7. Ein Begriffslexikon
Dies ist der Bereich, in dem wir heute am meisten von der Arbeit profitieren können, die die Theologen in den letzten Jahrzehnten geleistet haben. Nun können normale Laien die Worte der Bibel im Original lesen, ohne ein Wörtchen Griechisch oder Hebräisch gelernt zu haben. Einige Wissenschaftler haben ihr Leben eingesetzt, um die genaue Bedeutung der Wörter im Original zu erforschen und ihre Forschungsergebnisse auf leicht verständliche Weise für den Durchschnittsleser aufzuarbeiten.
Ein gutes Begriffslexikon liefert folgende Informationen: die ursprüngliche Bedeutung des griechischen oder hebräischen Wortes (siehe Herkunft/Etymologie), seine verschiedenen Bedeutungen und Verwendungsweisen in der Bibel und in anderer Literatur aus den entsprechenden geschichtlichen Perioden (Aramäisch, klassisches Griechisch, Koinegriechisch der Jahrhundertwende) und die Häufigkeit, mit der das Wort in der Bibel vorkommt.
Auf dem deutschsprachigen Markt gibt es zurzeit nur ein Begriffslexikon, das diesen Voraussetzungen entspricht, also die nötigen Informationen liefert, ohne dabei Kenntnisse in Griechisch und Hebräisch vorauszusetzen:

• Lothar Coenen/Klaus Haacker (Hg.): „Theologisches Begriffslexikon zum Neuen Testament“ R. Brockhaus, Wuppertal (verschiedene Auflagen und Ausgaben).

Es ist gerade in einer günstigen einbändigen Sonderauflage erschienen.
Wenn Ihnen diese Anschaffung nicht möglich sein sollte, können Sie sich teilweise behelfen, indem Sie eine Studienbibel mit Sprachschlüssel benutzen (z.B. die „Elberfelder Studienbibel“), der ebenfalls den Bezug zu den Originalworten herstellt, ohne dabei sie griechischen und hebräischen Buchstaben zu verwenden. Wenn Sie im Besitz einer Interlinear-Übersetzung sind, können Sie ebenfalls die Brücke zwischen den deutschen Worten und den Begriffen im Original schlagen, denn hier wird der Urtext Wort für Wort der deutschen Übersetzung zugeordnet. Informationen über Bedeutungsspektrum und Etymologe der Wörter sind oft auch in den Bibellexika zu finden. Die unter „Themenkonkordanzen“ aufgeführten Begriffskonkordanzen helfen Ihnen, Wortfelder herauszufinden und ihre Verwendung in der Bibel nachzuvollziehen.


8. Kommentare
Ein Kommentar geht biblische Bücher abschnittsweise durch und stellt all die Erklärungen und Anmerkungen zur Interpretation eines biblischen Buches zusammen, die sein Verfasser als hilfreich ansieht. Ziel eines Kommentars ist es, die biblische Botschaft zu erhellen, indem verwendete Wörter, Hintergrund, Grammatik (Synax) sowie das Verhältnis des Abschnitts zum Rest der Bibel untersucht werden. Richtig verwendet, können Kommentare Ihr Verständnis der Bibel erheblich erweitern. Normalerweise sollten Sie aber erst dann zu einem Kommentar greifen, wenn Sie Ihre eigenen Recherchen angestellt haben. Lassen Sie nicht zu, dass jemand anderes Sie der Freude beraubt, biblische Einsichten ganz allein entdeckt zu haben. Und lassen Sie auch nicht zu, dass das Lesen eines Kommentars Ihr persönliches Bibelstudium ersetzt.
Da Kommentare von Menschen verfasst wurden, können sie sich irren. Manchmal kommt es vor, dass zwei gleich fähige Kommentatoren bei ihrer Interpretation ein und derselben Passage zu zwei unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Daher sollte man bei der Verwendung von Kommentaren am besten zunächst selbst am Text arbeiten und dann die Ergebnisse der eigenen Recherche mit den Ausführungen der Wissenschaftler vergleichen. Außerdem kann man überprüfen, welche Einstellung sie zur Bibel haben. Achten Sie darauf, dass Sie keine Kommentare kaufen oder benutzen, die von Menschen geschrieben sind, die die Bibel nicht als Gottes Wort anerkennen. Es gibt Kommentare in jeder erdenklichen Größe, angefangen bei den einbändigen bis hin zu Kommentarreihen mit Einzelbänden zu jedem einzelnen Buch der Bibel.
Hier ein paar gute und erschwingliche Titel.

Klassische mehrbändige Kommentarreihen:
• „Wuppertaler Studienbibel“, 40 Bände AT, 15 Bände NT, verschiedne Sonderausgaben, auch als CD-ROM, R. Brockhaus, Wuppertal.
• Edition C (G. Maier u.a.), NT komplett, AT in Arbeit, Hänssler Verlag, Holzgerlingen.
• „Was die Bibel lehrt“, 17 Bände NT, CLV, Dillenburg.

Daneben gibt es in neuester Zeit auch einige Kommentare zur gesamten Bibel in einem oder wenigen Bänden:
• „Kommentar zur Bibel“, 1 Band, R. Brockhaus, Wuppertal, 2003
• Arno C. Gaebelein:“ Kommentar zum Alten und Neuen Testament“, 2 Bände, CLV, Dillenburg, 2002.
• John F. Walvoord/Roy B. Zuck: ”Das Alte und Neue Testament erklärt und ausgelegt”: 5 Bände, Hänssler Verlag, Holzgerlingen, 2000.

Auch viele ältere gute Kommentarreihen sind es heute noch wert, gelesen zu werden. Vielleicht lassen hauptamtliche Mitarbeiter Ihrer Gemeinde Sie auch einmal in ihre Privatbibliothek hineinschnuppern.

 
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